
Diese viertägige Reise beginnt am Mittelpunkt der sonnigen Nordküste, im Narawntapu National Park, einem der besten Orte des Landes, um Forester-Kängurus zu beobachten. Von hier aus besuchen Sie die wichtigsten Städte der Nordwestküste – Devonport und Burnie – so wie auch die kleineren Küstenorte Ulverstone und Penguin und die dazwischen liegenden Höhlen und Schluchten.
Im Westen gedeiht Gemüse im fruchtbaren Boden und der saubersten Luft der Welt. Blumenfelder blühen hoch über dem Ozean und in den klaren Bergflüssen verstecken sich große Flusskrebse.
Vor der Küste des historischen Fischerdorfes von Stanley liegen die Jagdgründe der Pelzrobben und der kleinen Pinguine und Sturmtaucher fliegen in der Dämmerung in Scharen zu ihren Höhlen nahe des Ortes.
Der nächste Stopp ist das Ende der Welt in der Gemeinde von Arthur River, wo Sie durch hoch gewachsene Eukalyptuswälder und dichtes Tropenholz am Rande der Wildnis von Tarkine den Ozean erreichen.
Das Besondere an dieser Route ist das Gefühl, eine fast unentdeckte Gegend zu bereisen. Die Leute im entfernten Nordwesten zeichnen sich durch herzliche Gastfreundschaft aus - das passt natürlich perfekt zum Schwerpunkt der Reise, die auf Natur und Naturerlebnis ausgerichtet ist.
Hier gibt es auch reiche künstlerische Traditionen – inspiriert durch das natürliche Vorkommen exquisiter Hölzer, die sich ständig verändernde Landschaft und das komplexe Zusammenspiel von Licht und Schatten auf den schaumgekrönten Wellen und den vorbeieilenden Wolken.
Highfield House in der Nähe von Stanley war in der Kolonialzeit der Hauptsitz der Van Diemen’s Land Company, die eigens gegründet wurde, um Wolle für die britische Textilindustrie zu produzieren. Die heftigen Auseinandersetzungen der Viehzüchter mit den Aborigines der Region fanden ihren Höhepunkt in den Massakern an den Ureinwohnern. Doch trotz allem erfüllte sich der Traum von einer riesigen Schafstation nie. Das umliegende Land bewies sich als zu rau und der Wald als undurchdringlich. Zwischen 1829 und 1852 brachte das Unternehmen lediglich 20.000 Pfund ein.

Beginnen Sie Ihre Reise im Narawntapu National Park östlich von Devonport, wo Forester-Kängurus, Wallabies, Wombats und Pademelons trotz Ihrer Anwesenheit unbekümmert umherstreifen. In der Hauptsaison können Sie an zahlreichen beliebten Aktivitäten teilnehmen, die vom Summer Ranger Programm organisiert werden, während zu anderen Zeiten eine Führungen von Devonport aus eine angenehme Gelegenheit bietet, etwas über den Park und die Tiere zu erfahren.
Jenseits der Mündung des Rubicon Flusses liegt Port Sorell mit seinem markanten und wunderschönen Strand und seinem entspannten Lifestyle. Schließen Sie sich nach einem Essen aus einheimischen Produkten und Weinen den Einwohnern bei einem entspannten Spaziergang entlang des Ufers an. Auch in Devonport werden Sie zwanglose Lokale und ein großes Netz an Wanderwegen zu beiden Seiten des Mersey Rivers finden. Machen Sie sich zu Fuß auf oder leihen Sie ein Fahrrad, um das Imaginarium Science Center, das Devonport Maritime Museum, das Tiagarra Aboriginal Cultural Centre oder den Don River Raillway zu besuchen. All diese Orte sind über die Wanderwege zugänglich.
Wenn Sie Aufregung suchen, aber kein echtes Abenteuer riskieren wollen, dürfte eine Fahrt mit einem aufblasbaren Kanu auf dem Mersey oder Forth River das Richtige sein. Etwas ruhiger wäre ein Spaziergang zwischen den 1.900 verschiedenen Bäumen und Sträuchern im Tasmanian Arboretum in Eugenana. Entdecken Sie die einheimischen Baumarten und erleben Sie hautnah, wie sich exotische Pflanzen an die tasmanischen Klimabedingungen anpassen.
Die ursprüngliche Bundesstraße von Devonport nach Burnie ist eine landschaftlich reizvolle Küstenstraße, die durch die faszinierenden kleinen Orte Ulverstone und Penguin führt. Wie der Name des letzten es vermuten lässt, sind abendliche Pinguin-Touren bei den Besuchern sehr beliebt. Reisende auf dem Weg zu den westlicher gelegenen Orten legen gern einen Zwischenstopp auf dem Sunday Penguin School Market ein. Wenn Sie bereits in Burnie sind, sollten Sie in Erwägung ziehen, diese Attraktion mit dem Market Train anzufahren.

Der Umweg „Caves and Canyon“, der landeinwärts von Ulverstone oder Penguin führt, bietet facettenreiche und interessante Höhlen und Schluchten. Die Straße führt zuerst nach Gunns Plains, wo sich die Gunns Plains Caves und der Wings Farm Naturpark befinden. Der Park beherbergt einheimische Wildtiere, einen Reptilienpark und eine Reihe von Nutztieren. Hopfen und Wein gedeihen auf dem fruchtbaren Prärieboden. Weiter im Landesinneren jedoch verändert sich die Landschaft und gibt den Blick auf den spektakulären Leven Canyon und den Black Bluff mit seinen zahlreichen Wanderwegen und natürlichen Höhlen frei.
Zurück an der Küste hat sich die Natur die städtischen Bereiche der industriellen Hafenstadt Burnie zurückerobert. Machen Sie am Abend eine Führung mit oder gehen Sie auf eigene Faust los, um Pinguine und Schnabeltiere zu beobachten. Am Ortseingang liegt beispielsweise Fern Glade, der natürliche Lebensraum vieler Schnabeltierfamilien, die an den meisten Tagen gut zu sehen sind. Früh morgens oder abends sind die besten Beobachtungszeiten.
Weiter im Westen liegt das für sein 10-tägiges Tulpenblüte-Festival bekannte Wynyard. Im Oktober feiert man die Blüte der hier angebauten Tulpen. Wynyard wird vom massiven Table Cape beherrscht. Dabei handelt es sich um ein hoch über der Bass Strait gelegenes Felsplateau mit reichen Böden und farbigen Feldern. Hier können Sie auf einem der beiden malerischen Golfplätze Ihren Abschlag üben, am Inglis River entlang wandern oder in Fossil Bluff auf die Suche nach Fossilien gehen.
Boat Harbour und Sisters Beach sind echte Ansichtskarten-Idyllen. Von Sisters Beach aus hat man Zugang zum Rocky Cape National Park, wo man tolle Wanderungen unternehmen, Stätten der Aborigines entdecken und die einzigartige Pflanzenwelt und die ungewöhnliche Geologie des Gebiets erkunden kann.

Stanley, ein altes Fischerdorf, das von einem ungewöhnlichen Landmassiv, bekannt als die „Nuss”, dominiert wird, ist das Ziel der meisten Touristen, die entlang des Great Nature Trails reisen.
Tauchen Sie bei einer Führung durch die Stadt oder bei einem Besuch des Highfield House, der imposanten ehemaligen Residenz der Van Diemen’s Land Company, in die Vergangenheit ein. Auf abendlichen Geistertouren wird von der Geschichte und den Nöten der Familien berichtet, die auf dem Anwesen lebten und arbeiteten.
Während Ihres Aufenthalts sollten Sie einen Ausflug zu einer der lokalen Pelzrobben-Kolonien machen, sich per Allradantrieb in der Dämmerung auf die Suche nach Schnabeltieren begeben oder eine abendliche Tour zu den kleinen Pinguinen und den kurzschwänzigen Sturmtauchern unternehmen.
Südwestlich von Stanley liegt das erst kürzlich fertig gestellte Dismal Swamp Besucherzentrum und Labyrinth, das Besuchern eine aufregende neue Erfahrung bietet. Rutschen Sie wortwörtlich auf den Waldboden in ein 40 m tiefes Schlundloch hinein. In der Doline, die viele für die weltweit einzige ihrer Art halten, können Sie ein einzigartiges Habitat bewundern. Machen Sie eine Führung über den Waldboden, erkunden Sie ein Labyrinth, das die Geschichte seiner einzigartigen Umgebung und des hier produzierten Holzes erzählt, oder entspannen Sie sich im Informationszentrum bei einem Abendessen mit lokalen Produkten.
Weiter westwärts, in der Nähe der Siedlung Arthur River, befindet sich das „Ende der Welt“, so von den Ortsansässigen getauft, weil sich von hier aus der offene Ozean bis nach Argentinien erstreckt.
Auf dem Arthur River selbst konkurriert das Spiegelbild des Regenwald mit dem des berühmten Gordon River. Während einer Bootsfahrt können Sie mit ziemlicher Sicherheit Seeadler sehen, die über ihre Köpfen hinwegfliegen. Wenn Sie abenteuerlustig sind, leihen Sie sich doch ein Kanu oder Ruderboot und lassen Sie sich ganz entspannt auf dem Fluss treiben, während Sie Ausschau nach Schnabeltieren und anderen wilden Kreaturen halten.
Auf dem Rückweg nach Stanley könnten Sie die unbefestigte Straße durch den South Arthur Forest nehmen, einen Nutzwald mit einer Reihe von Waldreservaten.

Sollten Sie sich entscheiden, einen vierten Tag im Nordwesten zu bleiben, begeben Sie sich bis ans äußerste Ende der Insel – zur Farm von Woolnorth, die immer noch unter dem ursprünglichen, in den frühen 1880er Jahren geschlossenen Vertrag mit der Van Diemen’s Land Company arbeitet. Am Cape Grim betreten Sie den westlichsten Punkt des tasmanischen Festlandes.
Die Great Nature Trail kann mit den folgenden Routen beliebig kombiniert werden: